Wie wartet man ein Elektroauto?

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Obwohl viele von uns an die routinemäßige Wartung eines normalen Autos gewöhnt sind, ist ein Elektroauto (E-Auto) in vielerlei Hinsicht viel einfacher in gutem Zustand zu halten. Das regenerative Bremsen ist ein großer Pluspunkt, es gibt zudem weniger bewegliche Teile und weniger Flüssigkeiten als bei einem herkömmlichen Fahrzeug, was bedeutet, dass ein grünes Auto in der Regel eine wesentlich geringere Wartungslast hat. In gewissem Maße gilt dies auch für Hybridfahrzeuge, die von einem Teil der E-Auto-Infrastruktur profitieren. Was muss man bei der Wartung eines Elektroautos beachten?

Wie funktionieren Elektroautos?

Das Konzept hinter Elektroautos ist sehr einfach. Der Strom wird in einer elektrischen Autobatterie gespeichert - dieser Strom wird verwendet, um den Motor des Fahrzeugs anzutreiben und in Bewegung zu versetzen. Jedoch ist das Elektroauto auf eine Batterie angewiesen und muss daher regelmäßig aufgeladen werden.

“Wie lade ich mein Auto auf?” ist eine der am häufigsten gestellten Fragen von E-Auto Interessenten. Die Antwort ist einfach: Ein immer breiteres Netz von öffentlichen Ladestationen, sog. Charge Points, ist in ganz Deutschland verfügbar. Darüber hinaus können Ladestationen auch zu Hause oder am Arbeitsplatz aufgestellt werden.. Mit zunehmender Reichweite der Batterien und der Ausweitung von Ladepunkten werden Elektrofahrzeuge in Bezug auf Entfernung und Reichweite immer vergleichbarer mit ICE-Fahrzeugen (Internal Combustion Engine).

Wie unterscheidet sich die Instandhaltung eines Elektroautos von der eines normalen Autos?

Wenn es um die Instandhaltung geht, gibt es einige bedeutende Unterschiede zwischen Elektroautos und ihren traditionellen Pendants.

Einfachheit. Bei der Betrachtung der Vor- und Nachteile von Elektroautos ist die Einfachheit der Struktur ein großer Pluspunkt. Während ein herkömmliches Fahrzeug eine ganze Reihe von zu wartenden Teilen hat (z.B. Öl, Kühlsysteme, Zündkerzen, Kraftstoffpumpen), haben die meisten Elektroautos drei Hauptelemente. Der Elektromotor, der Wechselrichter und das Bordladegerät sind die Bereiche, in denen am meisten in die Wartung investiert werden muss.

Kosten. Da bei Elektrofahrzeugen weniger Elemente zu warten sind, können die Wartungskosten wesentlich geringer sein. Dies hängt bis zu einem gewissen Grad vom Modell ab, da die weniger gängigen Ersatzteile teurer sein können.

Regeneratives Bremsen. Dank der regenerativen Bremsung benötigen Elektroautos in der Regel die Hälfte der Wartungsintervalle für Bremsen, die ein normales Auto benötigen würde.

Weniger Flüssigkeiten. Elektrofahrzeuge haben weitaus weniger zu wartende Flüssigkeiten als ein normales Fahrzeug und diese sind (mit Ausnahme der unten genannten Flüssigkeiten) in der Regel innerhalb der Fahrgastzelle verschlossen und können nicht erreicht werden.

Anreize. Derzeit sind die einzigen Anreize für die Instandhaltung eines regulären Autos die Vermeidung der Kosten für Notfallreparaturen und die Strafen, die für seltene Wartungsarbeiten anfallen können. Für Elektroautos gibt es zusätzliche Anreize für die Fahrer, wie z.B. Gutschriften für den Austausch eines alten Akkupacks gegen einen neuen.

Wenn wir die Elemente eines E-Autos gegenüber denen eines ICE in einzelne Fahrzeugkomponenten zerlegen, gibt es immer noch wesentliche Unterschiede zwischen beiden.

Die Bremsbeläge. Bei einem Elektroauto müssen Sie trotzdem sicherstellen, dass Sie die Bremsbeläge in Stand halten. Dank der regenerativen Bremsung ist dies jedoch in der Regel wesentlich einfacher zu bewerkstelligen. Regeneratives Bremsen hilft, den Energieverlust zu vermeiden, der beim Bremsen eines normalen Autos entsteht. Wird das Bremspedal in einem Elektrofahrzeug betätigt, dreht der Motor um, was die Räder des Fahrzeugs verlangsamt und gleichzeitig Energie erzeugt, die auf die Batterien des Fahrzeugs für den späteren Gebrauch übertragen wird. Dies gilt sowohl für Elektro- als auch für Hybridfahrzeuge.

Die Scheibenwischer. Elektrofahrzeuge haben Standard-Scheibenwischer und diese müssen daher wie bei einem herkömmlichen Auto gewartet werden. Es ist in der Regel eine gute Idee, die Wischerblätter zweimal im Jahr auszutauschen – zu Beginn des Winters und zu Beginn des Sommers. Wenn sie jedoch in der Zwischenzeit abgenutzt sind, müssen sie möglicherweise früher ersetzt werden.

Die Flüssigkeiten. Elektrofahrzeuge haben in der Regel nur drei Hauptflüssigkeiten, die regelmäßig nachgefüllt werden müssen: Kühlflüssigkeit, Bremsflüssigkeit und Scheibenwaschflüssigkeit. Dies ist bei den meisten grünen Autos der Fall, aber einige unterscheiden sich – zum Beispiel enthält das Tesla Model S Getriebe eine Getriebeflüssigkeit, die ebenfalls regelmäßig ausgetauscht werden muss. Kühlflüssigkeit wird auch für das Wärmemanagementsystem des Elektroautos benötigt und muss von Zeit zu Zeit nachgefüllt werden.

Die Batterie. Die Batterie des Elektroautos verliert mit der Zeit an Effizienz und muss eventuell ersetzt werden. Dies wird jedoch nicht als "regelmäßige Wartung" eingestuft, da sie eine Lebensdauer von mindestens einem Jahrzehnt hat. Viele Hersteller bieten sogar eine Garantie für Batterieantriebskomponenten für 8-10 Jahre oder 160.000 – 240.000 Kilometer.

Während beide Fahrzeugtypen eine regelmäßige Wartung durch den Besitzer erfordern, sind Elektroautos in der Regel einfacher, weniger anspruchsvoll und im Allgemeinen bequemer zu warten. Warum also nicht die Belastung durch traditionelle Wartung reduzieren und umweltfreundlich fahren?