Wie das Laden von Elektroautos das Kundenerlebnis in Einzelhandelsgeschäften verbessern kann

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Elektrofahrzeuge werden bei den Verbrauchern immer beliebter. In Deutschland stieg die Anzahl an Plug-in-Fahrzeugen von insgesamt 65.000 im Jahr 2013 auf derzeit über 237.000, Stand Juli 2018. Mit dem rasanten Aufschwung der Hybrid- und Elektrofahrzeuge wird sich die Erwartungshaltung der Verbraucher an die Lademöglichkeiten im Einzelhandel deutlich verändern. Komfortable und einfach erreichbare Parkmöglichkeiten werden seit langem als unerlässlich angesehen, um Kunden für große Einzelhandelsgeschäfte zu gewinnen. Viele große Ketten beschäftigen sich daher auch mit der Frage, wie das Laden von Elektroautos zu einem besseren Einkaufserlebnis beitragen kann.

Aufladen von Elektrofahrzeugen in Deutschland

Momentan gibt es in Deutschland etwa 10.000 öffentliche Ladestationen . Die Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, Deutschland an vorderster Front bei der Entwicklung von Elektrofahrzeugen und der Infrastruktur für Elektrofahrzeuge zu positionieren und neue Maßnahmen zur  landesweiten Förderung von Ladestationen eingeführt. Diese Maßnahmen sind ein deutliches Zeichen dafür, dass die Ladeinfrastruktur für die Zukunft des Verkehrs unerlässlich sein wird und dass Unternehmen mit der Vorbereitung auf die Umstellung auf Elektrofahrzeuge beginnen müssen. Die Verfügbarkeit von Ladestationen für Elektrofahrzeuge wird für jedes Einzelhandelsunternehmen, das nach Kundengewinnung und Kundenbindung strebt, von grundlegender Bedeutung sein.   Vorteile der Ladestationen für Einzelhändler Da Elektrofahrzeuge für Autofahrer immer attraktiver werden, sind Investitionen seitens Unternehmen und Einzelhändlern erforderlich, um diese in die Handelsinfrastrukturen und Markenbotschaften einfließen zu lassen. Es gibt viele Möglichkeiten Elektroautofahrern Vorteile anzubieten und gleichzeitig neue Kunden anzulocken.

Den Kunden das Leben erleichtern und Markenbindung schaffen Wie auch alle anderen Autobesitzer müssen Fahrer von Elektroautos parken können, wenn sie zum Einkaufen fahren. Die Kombination von Parken und Aufladen erhöht  die Attraktivität eines Einzelhandelsstandortes für Kunden erheblich. Menschen werden nicht nur wegen der Produkte zum Laden zurückkehren, sondern auch wegen des Komforts während der Einkaufstour das Fahrzeug Aufladen zu können.

Eindeutige Markenwerte,  an die der Kunde glauben kann Einzelhändler die in Ladestationen investieren sprechen die Fahrer von Elektrofahrzeugen an und setzen ein klares Statement zu einem grüneren Lebensstil. Viele Kunden möchten Marken unterstützen, die sich für Nachhaltigkeit einsetzen.

Bereitstellung alternativer Lademöglichkeiten in der Nähe des Wohnortes 

Nicht jeder Elektroautofahrer hat Zugang zu einem Schnellladegerät zuhause. Einzelhändler, die schnellere Ladestationen anbieten, erleichtern dem Verbrauchern die Integration des Aufladens in den Alltag. Dadurch wird die Zeit für den Einkauf produktiver und zufriedenstellender.

Den Kunden mehr Zeit zum Stöbern geben und die Ausgaben für Einkäufe erhöhen Je länger die Kunden im Geschäft verbringen, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie mehr kaufen. Wenn Kunden ihr Elektrofahrzeug während des Einkaufs aufladen, bleiben sie länger im Geschäft und stöbern während des Ladevorgangs – und könnten dadurch mehr Geld ausgeben.

Steigen Einzelhändler bereits um?

Im April dieses Jahres gab der Immobilienmakler Savills bekannt, dass er mit zehn strategischen Kunden zusammenarbeitet, um Ladestationen für Elektrofahrzeuge in 29 Einzelhandelsgeschäften in Großbritannien zu errichten. Die Realisierbarkeit der Aufladung von Elektrofahrzeugen für die Einzelhandelsportfolios des Immobilienmaklers sollte evaluiert werden. Laut der Studie von Savills stellten diese Ladestationen mit 11.648 Nutzungen an 29 Standorten nicht nur einen echten Mehrwert für die Kunden dar, sondern kamen auch dem Handel zugute. Bei Standorten mit Ladesäulen stieg die Aufenthaltsdauer um 50% und die durchschnittlichen Ausgaben lagen zwischen 40 und 90 Euro pro Besuch bei längeren Aufenthaltszeiten. Die Studie von Savills zeigte auch Möglichkeiten auf, die Nachhaltigkeit des Einzelhandels zu verbessern: 31,2 Tonnen weniger CO2 durch die Installation von Ladesäulen.

2017 haben die MEPs (Mitglieder des euopäischen Parlaments) dafür gestimmt, ein neues Gesetz einzuführen, um die Installation von Ladestationen für Elektroautos obligatorisch zu machen. Dabei müssen in gewerblichen Gebäuden (zum Beispiel in Bürogebäuden oder Einkaufszentren) mindenstens 10 Parkplätze für Elektroautos vorhanden sein. Diese Initiative zielt darauf die Transformation zum Elektrischen Fahren zu beschleunigen.

Außerhalb Deutschlands beginnen die Einzelhändler auch in die Ladeinfrastruktur zu investieren, um die Kunden anzuziehen und davon zu profitieren. In den USA beispielsweise plant Walmart, die Anzahl der Ladepunkte an seinen Standorten zu verdoppeln. Target, ein weiterer großer Einzelhändler, wird Teil eines landesweiten Projekts zur Errichtung von 100 Ladestationen für Elektroautos sein. In Europa hat IKEA auch damit begonnen, Elektro-Ladestationen in sein Ladenkonzept aufzunehmen.   Die Lademöglichkeit von Elektrofahrzeugen wird für Einzelhändler immer wichtiger – vor allem angesichts der wachsenden Zahl von Elektrofahrzeugen. Von der Erhöhung der Einkaufszeit bis hin zur bequemen Kombination von Auftanken und Einkaufen gibt es viele Möglichkeiten, wie Elektro-Ladegeräte das Einkaufserlebnis für Kunden in großen Einzelhandelsgeschäften verbessern können.