Wer wird Tesla in der Zukunft herausfordern können?

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Tesla hat sich als eine der innovativsten Kräfte auf dem Markt für Elektrofahrzeuge erwiesen. Das Unternehmen ging 2010 an die Börse, als erstes Automobilunternehmen seit der Ford Motor Company im Jahr 1956. Seitdem konzentriert sich Tesla auf einen bahnbrechenden Ansatz bei der Entwicklung von Elektroautos. Das Unternehmen wurde im Juli 2003 von den Unternehmern Martin Eberhard und Marc Tarpenning gegründet. Nachdem das Start-up 2004 in die Serie A-Finanzierung aufgenommen wurde, stieg Elon Musk offiziell in das Unternehmen ein und wurde Vorstandsvorsitzender von Tesla. Es besteht kein Zweifel, dass Musk erhebliche Finanzmittel in das Unternehmen gesteckt hat, doch er war eigentlich kein Gründungsmitglied, wie viele glauben.

Wo ist Tesla heute?

Tesla ist ein großer Name im Bereich Elektrofahrzeuge, jedoch gibt es heutzutage viel mehr Konkurrenz. Trotz der Bedeutsamkeit des Unternehmens und seines kontinuierlichen Einflusses auf die Elektrofahrzeug-Technologie zeigen die Zahlen von Forbes, dass im ersten Quartal 2017 nur 25.000 Fahrzeuge verkauft wurden. Im Vergleich dazu verkaufte die weniger bekannte Renault-Nissan-Allianz 37.000 Elektrofahrzeuge. Dieselben Zahlen zeigen, dass Tesla auch bei historischen Modellen ins Hintertreffen gerät, wobei der „alte“ Nissan Leaf derzeit den „alten“ Tesla Model S übertrifft.

Woher kommt die Konkurrenz?

Gemessen an den Verkaufszahlen verliert Tesla gegen die Renault-Nissan-Allianz. Der Sektor Elektrofahrzeuge wächst jedoch rasant, und immer mehr Hersteller wollen einen Teil eines potenziell lukrativen Marktes erobern. Volvo Cars CEO Hakan Samuelsson überraschte die Autowelt letzte Woche, als er die Elektrifizierung aller Fahrzeuge ab 2019 ankündigte. Das bedeutet, dass die gesamte Produktreihe über einen Elektromotor verfügt – eingebaut in einen Benzin-Hybrid (PHEV) oder ein batteriebetriebenes Elektrofahrzeug (BEV).

Auch das chinesische Auto-Start-up Byton, das kürzlich ein futuristisches elektrisches SUV in Konkurrenz zu Teslas Fahrzeugen präsentierte, macht Fortschritte. Das im Januar 2018 vorgestellte Elektroauto verfügt über eine schnelle 5G-Konnektivität für Streaming und Sitzsensoren, die das Gewicht und die Herzfrequenz des Fahrers erfassen können. Dies ist nur ein Beispiel für den expandierenden chinesischen Markt, der unter anderem aufgrund strenger Emissionsnormen wächst und sowohl Hersteller als auch Verbraucher zu umweltfreundlicheren Fahrzeugen treibt.

Auch enge Zusammenarbeiten scheinen Wirkung zu zeigen: Porsche und Audi planen eine gemeinsame Plattform für Elektroautos. Diese Plattform wird separat von ihren bestehenden Entwicklungsprojekten im Bereich Elektrofahrzeuge sein. Stattdessen wird es einen unabhängigen Ansatz geben, eigenständig entwickelte Elektroautos auf den Markt zu bringen. Die gemeinsame Arbeit wird 800 Mitarbeiter umfassen und die Grundlage für mehrere Elektrofahrzeugmodelle ab 2021 bilden.

Der Volkswagen Konzern investiert derzeit massiv in die Weiterentwicklung von Elektrofahrzeugen. Bis zum Jahr 2030 plant der Automobilriese von jedem Modell eine vollelektrische oder hybride Version zu haben.

Weitere Wettbewerber stehen vor der Markteinführung , darunter der Jaguar iPace (Juli 2018), der Nissan Leaf (Oktober 2018) und der Hyundai Nexo (Dezember 2018).

Wie reagiert Tesla?

In einem mutigen PR-Einsatz schickte das Unternehmen kürzlich eines seiner Autos ins All, obwohl die Chance auf einen Erfolg nur bei 50% lag. Der Tesla Roadster wurde im Februar 2018 als Ergänzung zum Falcon Heavy von SpaceX auf den Markt gebracht. Tesla enthüllte letztes Jahr auch einen „unglaublich schnellen“ Roadster mit der längsten Reichweite in der Geschichte von Elektrofahrzeugen. In der Fahrzeugentwicklung ist Tesla seiner Konkurrenz immer einen Schritt voraus - ihre Modelle haben immer eine größere Reichweite und sind immer schneller als die Elektrofahrzeuge aller anderen Hersteller. Im Jahr 2017 hat Tesla eine neue Batterie-Option in das Tesla Modell S P100D integriert. Es hat eine EPA-bewertete Reichweite von 540 Kilometern bei voller Ladung und ist damit das Elektrofahrzeug mit der größten Reichweite weltweit.

Im November 2017 präsentierte Tesla auch ihren ersten Elektro-Sattelzug, und Elon Musk erklärte Diesel-LKWs zum „wirtschaftlichen Selbstmord“. Er mag das schlanke, hochtechnisch anmutende Fahrzeug mit einem Charakter aus der Transformers-Serie verglichen haben, aber die beeindruckenden Features sind sehr realistisch. Im Vergleich zu Diesel-LKWs sind die Betriebskosten um 20% geringer, die Beschleunigungswerte steigen schneller und die Bergauffahrleistung ist besser. In der typischen Musk-Theatralik ist die Windschutzscheibe des Trucks auch mit „thermonuklearem explosionsgeschütztem Glas“ ausgestattet.

Damit ist Tesla immer noch eine Marke, die man im Auge behalten sollte. Es bleibt abzuwarten, wie Tesla sich in der Welle des Wettbewerbs schlagen wird, aber vorerst ist das Unternehmen einer der führenden Namen in der Elektrofahrzeugindustrie.