Eine Elektroauto-Tour durch Europa

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Unsere Mission bei NewMotion besteht darin, es den Menschen zu ermöglichen, auf Elektroautos umzusteigen und diese intelligent aufzuladen. Jedoch sind wir uns der Tatsache bewusst, dass viele Menschen die Vorteile von Elektroautos noch nicht kennen. Wir haben uns mit einem Gast-Blogger zusammengetan, um das Thema ‘Grün Reisen’ auszuprobieren - lesen Sie weiter um herauszufinden, was passiert ist…

Wie viele andere Menschen habe ich mein Leben als Autofahrer mit einem “normalen” Fahrzeug begonnen. Ich fahre mittlerweile seit mehr als 10 Jahren und habe mich kürzlich für eine Veränderung entschieden. Mein altes Auto ist bereit, ersetzt zu werden und ich bin mir meiner CO2-Bilanz in den letzten Jahren viel bewusster geworden. Deshalb denke ich darüber nach, mein erstes Elektrofahrzeug zu kaufen. Ich suche ein Auto das innovativ, umweltfreundlich und für Vielfahrer gemacht ist. Ich liebe es zu reisen und schon als kleiner Junge habe ich gerne die Welt erkundet. Ich habe Rucksacktouren gemacht, in Herbergen übernachtet und auf Inseln verweilt, aber ich habe noch nie eine Reise mit dem Auto unternommen - vielleicht kann ich also mein Bedürfnis nach einem neuen Auto mit meiner Liebe zum Reisen verbinden… Aber ein Ausflug mit einem Elektroauto wirft für mich einige wesentliche Fragen auf. Wie weit kann ich wirklich mit einem Elektrofahrzeug fahren? Wie lange dauert es, ein Elektroauto aufzuladen? Ist die Reichweite eines Elektroautos wirklich geeignet für einen Roadtrip? Manchmal hilft nur der Praxistest, deshalb habe ich mich entschlossen, es auf eigene Faust herauszufinden. Wie? Mit einem Elektroauto auf Europas Straßen! Ich werde ein Elektroauto mieten und quer durch Europa fahren - eine Kombination aus ‘grünem Reisen’ und Tourismus.

Die Reiseroute

Wenn Sie mit einem Elektroauto unterwegs sind, ist die Verfügbarkeit von Ladestationen einer der wichtigsten Faktoren. Mein Wunschfahrzeug ist der Renault ZOE Z.E. 40 . Die Ladezeit des Renault ZOE beträgt mit einer 22kW Ladestationen ca. zwei Stunden und hat eine maximale Reichweite von 400km. Bei langsameren Ladestationen dauert das Aufladen länger, aber dadurch habe ich mehr Zeit für Sehenswürdigkeiten! Für den allgemeinen Gebrauch beträgt die Reichweite ca. 350-370 km, was die perfekte Entfernung für einen Ausflug zu einigen der attraktivsten gastronomischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten Europas zu sein scheint. Ich plane eine anspruchsvolle Reiseroute, die uns ein für alle Mal zeigen wird, ob das Elektroauto wirklich für Langstreckenfahrten geeignet ist. Ich starte in meiner Heimatstadt Amsterdam, fahre weiter nach Brügge, dann nach Luxemburg und Straßburg. Ich halte in Lausanne und anschließend in München, gefolgt von Frankfurt und Köln und kehre schließlich nach Amsterdam zurück.

Tag 1 Amsterdam —> Brügge (250km)

Erfreulicherweise ist ein Freund von mir ein Elektroauto-Besitzer und hat eine NewMotion-Ladestation in seiner Hauseinfahrt installiert. Für Menschen die nicht in Amsterdam wohnen gibt es jedoch eine Ladestation, die ein paar Straßen weiter von meinem Haus entfernt im Bereich des Dam Square liegt, die sich ebenfalls in der Nähe mehrerer Hotels befindet. Es gibt zahlreiche Stromtankstellen in Amsterdam sowie auch außerhalb des Stadtzentrums, es ist also der perfekte Ort für Elektrofahrzeuge. Nach einem kurzen Zwischenstopp, Kaffee und einer Stärkung während des Ladevorgangs mache ich mich auf den Weg!  

Tag 2 Brügge —> Luxemburg (300km)

Der erste Schritt für mich in Brügge ist die Suche nach einer Ladesäule in meiner Nähe, um das Fahrzeug voll zu tanken. Ich nutze die NewMotion-App , die mir wichtige Informationen zu mehr als 64.000 öffentlichen Ladepunkten in ganz Europa liefert, damit ich die nächstgelegene leicht finden kann. Zudem habe ich eine NewMotion Ladekarte , d.h. ich kann alle diese Ladepunkte ohne Abo-Gebühr nutzen und meine Kosten per Kreditkarte bezahlen. Außerdem kann ich schnell und ohne Aufpreis bezahlen, was extrem nützlich für meine Reise ist.

Heute dreht sich alles um Schokolade - die Belgier sind Experten dieser edlen Leckerei und es gibt eine Menge davon zu genießen, also schaue ich bei einer Führung in einem Schokoladengeschäft vorbei. Mittags hole ich den Renault ZOE ab (der jetzt voll aufgeladen ist) und fahre in knapp dreieinhalb Stunden nach Luxemburg. Ich entdecke einheimische Spezialitäten wie zum Beispiel Judd mat Gaardebounen - geräucherter Schweinehals mit Saubohnen - und probiere den Crémant de Luxembourg Sekt zum Abendessen.  

Tag 3 Luxemburg —> Straßburg (225km)

Ich bin in der Nähe der Galerie Schortgen in Luxemburg, zwei Straßen von der ZOE-Ladestation entfernt. Während das Auto aufgeladen wird, mache ich mich heute Morgen auf den Weg zu einer Stadtbesichtigung. Ich besuche den Pfaffenthal Lift, die Pont Adolphe Brücke und die wunderschöne Notre Dame Kathedrale. Als ich zurück zum Auto komme, ist es voll getankt. Dann geht es weiter nach Straßburg, das in etwas mehr als zwei Stunden zu erreichen ist.

Mittlerweile stelle ich Unterschiede vom Elektroauto zu einem normalen Auto fest. Das Elektroauto ist komfortabel, leise und ist zudem noch umweltfreundlich!  

Tag 4 Straßburg —> Lausanne (337km)

Straßburg ist die Hauptstadt der Region Grand Est (ehemals Elsass) und heutiger Sitz des Europäischen Parlaments. In der Nähe des Parc de L’Etoile befindet sich praktischerweise auch eine Ladestation. Da es heute regnet, kann ich die gewünschte Segway-Tour nicht machen und stattdessen wandere ich in Petite France - der wunderschönen Altstadt - bei Kaffee umher und bewundere die majestätische Straßburger Kathedrale. Heute gibt es elsässische Küche zum Mittagessen: Choucroute und einen köstlichen Zwiebelkuchen. Danach mache ich mich auf den Weg nach Lausanne. Zwar sind die Wetterbedingungen nicht sonderlich günstig (es regnet seit Stunden), aber das macht mir nichts aus.  

Tag 5 Lausanne —> München (532km)

In Lausanne angekommen, lege ich mich direkt aufs Ohr, da ich ziemlich müde von der Fahrt bin. Am nächsten Morgen mache ich mich auf den Weg zum Pathé Flon Lausanne Kino, um einen Film zu sehen. Das Kino befindet sich übrigens in der Nähe einer Ladestation. Die öffentlichen Ladesäulen machen mir die Reise so viel leichter und bisher musste ich mir keine Sorgen machen, dass mir der Strom ausgeht. Am nächsten Morgen stehe ich in der Morgendämmerung auf, um mir Lausanne anzusehen, dabei stehen der Genfersee und das Olympia Museum ganz oben auf meiner Liste. Als ich später am Tag nach München aufbreche, herrscht schönster Sonnenschein.  

Tag 6 München —> Frankfurt (392km)

Die Fahrt nach München gestern Nachmittag war lang, obwohl ich mit dem Wetter sehr zufrieden war und eine schöne, sonnige Fahrt hatte. Angesichts der Entfernung von Lausanne nach München machte ich einen Ladestop in Zürich, um das Auto aufzuladen. Die öffentlich zugänglichen Ladesäulen waren auf der Reise bisher sehr praktisch - es gab auch eine weitere in der Nähe meines Hotels und des Isartorplatzes, was angesichts meiner Müdigkeit ein Segen war!

Heute fühle ich mich erfrischt und beginne mit einem traditionellen bayerischen Frühstück - salziges Brot, Weißwurst und Senf. Lecker! Ich möchte heute etwas anderes machen, also gehe ich zur mechanischen Uhr im Rathaus und komme genau richtig zum Glockenspiel.

Ich besuche die Gedenkstätte Weiße Rose, ein beeindruckendes Denkmal für eine Gruppe von Deutschen, die sich furchtlos gegen die Nazis hier in München gestellt haben. Später am Nachmittag verirre ich mich gemütlich in der Münchener Altstadt. Dann ist es auch schon Zeit nach Frankfurt zu fahren, was sich als unkomplizierte vierstündige Fahrt herausstellt.  

Tag 7 Frankfurt —> Köln  (190km)

Mein Trip neigt sich dem Ende zu, in Frankfurt gehe ich morgens in der Nähe der Konstablerwache noch ein bisschen einkaufen. Ich habe eine Liste einiger Sehenswürdigkeiten zusammengestellt, die ich unbedingt besuchen möchte, darunter die symbolische Paulskirche und das Rathaus. Zum Glück gibt es eine Ladestation in unmittelbarer Nähe! Dann geht es in zwei Stunden nach Köln, wo sich die Heumarkt-Ladestationen gleich um die Ecke vom Hard Rock Café befinden. Nach einem späten Burger-Mittagessen checke ich in mein Hotel ein. Für abends habe ich eine Karte für ein tolles Kabarett im Star-Treff gebucht.  

Die Heimreise Cologne —> Amsterdam (263km)

Bevor ich abreise, besuche ich noch die Hohenzollernbrücke und lasse dort ein Vorhängeschloss zurück. Die Brücke ist von Besuchern mit “Liebesschlössern” übersäht und wurde dadurch zu einer beliebten Touristenattraktion. Ich mache eine der vom Kölner Tourismusverband konzipierten Führungen und besuche eine Brauerei – stoße aber natürlich nur mit alkoholfreien Bier an. Dann fahre ich zum Abschluss der dreistündigen Reise zurück nach Amsterdam. Ich bringe das Auto etwas ungern zum Mietservice zurück und mache mich auf den Heimweg zu einer wohlverdienten Pause vom Autofahren.

Es waren sieben Tage voller neuer Eindrücke und eine Reise, die ich nur wärmstens weiterempfehlen kann! Das Aufladen des Autos war Dank der vielen öffentlichen Ladestationen sehr einfach, denn ich musste mir nie Sorgen machen, dass der Strom knapp werden könnte - trotz mehrerer tausend zurückgelegten Kilometern (insgesamt 2.489)! Ich habe diesen Roadtrip sehr genossen und ich würde solch eine Reise immer wieder mit einem Elektroauto machen. Ich erwäge definitiv, mir als nächstes Fahrzeug ein eigenes Elektroauto zuzulegen. Stellt sich also nur noch die Frage für mich, wo ich als nächstes hinfahren werde!