Diese Fördermittel sollte jeder E-Autofahrer kennen

x5b8fee5cc6764.png,qoriginalExtension=jpg.pagespeed.ic.7hvyMGTi9e

Privatperson oder Unternehmen? Förderung kann jeder beantragen!

Die neuesten Zahlen bestätigen, dass der Umstieg zur Elektromobilität für viele Menschen weltweit immer attraktiver wird. Alleine in Deutschland sind die Neuzulassungen im ersten Halbjahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr um zwei Drittel gestiegen https://bit.ly/2OB53on. Das hat, neben einem breiteren Angebot von elektrisch betriebenen Fahrzeugen und dem immer dichter werdenden Ladenetz, auch mit der Vielzahl an Fördermöglichkeiten zu tun, die den Wechsel erleichtern sollen.

Seit der ersten “Förderrichtlinie Elektromobilität” des Bundes von 2015 kamen stetig mehr Richtlinien und Programme dazu. Besonders seit Ende des Jahres 2017 häuften sich die Meldungen um verfügbare Geldmittel, sodass es vielen mittlerweile schwer fällt, die Übersicht darüber zu behalten, welche Mittel von welcher Institution für welche Zwecke zur Verfügung stehen, wie lange gefördert werden kann und bis wann die Anträge eingereicht werden müssen. Wir wollen Ihnen gerne helfen den Überblick zu bewahren und haben in diesem Blogbeitrag alle aktuellen Förderprogramme des Bundes und der Länder für Sie aufgelistet.

Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurden Initiativen die ausschließlich wissenschaftliche Forschungsprojekte und die Anschaffung von Elektro-Bussen betreffen nicht mit in die Übersicht aufgenommen.

Bund:

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat 2015 die “Förderrichtlinie Elektromobilität” verabschiedet, die die Beschaffung von Elektrofahrzeugen insbesondere für kommunale Unternehmen erleichtern soll. Gefördert werden speziell Fahrzeuge mit reinem Batterieantrieb. Hybride müssen eine Reichweite von mindestens 50 km erreichen oder eine Kohlendioxidemission von maximal 50 g/km aufweisen. Ladeinfrastruktur, die im Zusammenhang mit jenen Anschaffungen steht ist ebenfalls förderfähig. Der Aufruf endet am 31. August 2018. https://bit.ly/2w8f3Od

Was sicherlich schon bekannt sein dürfte, ist dass die Bundesregierung einen Fördertopf Namens „Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland“ mit 300 Millionen Euro bis zum Jahr 2020 zur Verfügung gestellt hat, um den Ausbau der Elektromobilität in Deutschland zu beschleunigen. Neu ist dabei seit dem 03.03.2018, dass das Doppelförderungsverbot aufgehoben wurde. Das heisst, die Inanspruchnahme von mehreren gleichartigen Förderprogrammen ist seit diesem Datum zulässig. Zu beachten gilt es hierbei, dass diese neue Richtlinie am 30.6.2019 wieder außer Kraft gesetzt wird. https://bit.ly/2w4Odqe

Der sogenannte “Umweltbonus” zur Erhöhung des Absatzes von Elektrofahrzeugen um mindestens 300.000 gilt für Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine, die reine Elektrofahrzeuge, Plug-In-Hybride und Brennstoffzellenfahrzeuge gekauft oder geleast haben. Der Netto-Listenpreis darf dabei den Betrag von 60.000 € nicht überschreiten. Der Bundesanteil kann bei bis zu 2000 € liegen. Für Tesla Fahrzeuge gelten eigene Bestimmungen, die auf der Seite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eingesehen werden können. https://bit.ly/2piEHic

Für viel Zuspruch bei den Elektromobilitäts-Befürwortern hat auch die Zusage des Bundeskabinetts gesorgt, ab 2019 den Steuersatz für Elektro-Dienstwagen, die auch privat genutzt werden von 1 Prozent auf 0,5 Prozent zu senken. Die Regelung gilt für Elektro- und Hybridfahrzeuge, die vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2021 gekauft oder geleast werden. https://bit.ly/2nA2uaL

Länder:

Welche Förderprogramme stellen die Länder bisher zur Verfügung?

Berlin: Hier gibt es das “Förderprogramm Wirtschaftsnahe Elektromobilität”. Berlin unterstützt damit den Kauf und das Leasing von elektrisch betriebenen Fahrzeugen einschließlich der Errichtung von gewerblicher Ladeinfrastruktur. Zu den einzelnen Fahrzeugtypen zählen Elektro-Kleintransporter, Elektroautos, E-Roller und E-Bikes. Das Antragsverfahren ist seit dem 3. Juli 2018 eröffnet und die Richtlinie gilt bis zum 31. Dezember 2019. https://bit.ly/2nGkC2t

Berlin: In Berlin wurde zum 1. Juli 2018 eine Kaufprämie für die Anschaffung gewerblicher Elektroautos beschlossen. Die Förderung bezieht sich auf reine Elektroautos, Plug-In Hybride, Brennstoffzellenfahrzeuge , E-Roller und E-Bikes und schließt auch den Aufbau von Ladesäulen und Schulungen mit ein. Schnellladesäulen können sogar mit bis zu 30.000 € gefördert werden. https://bit.ly/2Mgbj8a

NRW: “Elektromobilität in Kommunen” ist eine Fördermaßnahme in Nordrhein-Westfalen, die Kommunen bei der Umstellung ihres Fuhrparks auf Elektromobilität helfen soll. Gefördert werden Umsetzungsberatungen, die Errichtung von Ladeinfrastruktur und die Anschaffung von Elektrofahrzeugen. Anträge können seit dem 18. Mai 2018 eingereicht werden. Darüber, wie lange die Fördermöglichkeit besteht ist bisher nichts bekannt. https://bit.ly/2nGo7Gf

NRW: Wiederum in Nordrhein-Westfalen gibt es das Programm “NRW.BANK Elektromobilität”. Hierbei vergibt die NRW.BANK zinsgünstige Darlehen zur Unterstützung der Elektromobilität. Finanziert werden können der Erwerb von Fahrzeugen ohne Verbrennungsmotor (Leasingfahrzeuge sind ausgeschlossen), Investitionen im Zusammenhang mit Elektromobilität, wie z.B. Ladeinfrastruktur sowie Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die mit der Elektromobilität zu tun haben. Veröffentlicht wurde das Vorhaben im Februar 2018 und gilt bis zum 31. Dezember 2020. https://bit.ly/2BfsD8n

Thüringen: Im Freistaat Thüringen gibt es unter dem Namen “E-Mobil Invest - Förderung der Elektromobilität in kommunalen Unternehmen” ein Förderprogramm für die Umstellung der Flotten von kommunalen Unternehmen auf Fahrzeuge mit Elektroantrieb und die Errichtung von öffentlicher Ladeinfrastruktur. Die Richtlinie gilt seit dem 4. April 2018 und endet am 31. Dezember 2020. https://bit.ly/2vOgAd4

Thüringen: Das “Förderprogramm Elektromobilität Thüringen” zur Einführung der Elektromobilität und Wasserstoffmobilität ist kommunen-unabhängig und kann ebenfalls u.a. für die Anschaffung von Ladestationen genutzt werden. Die Richtlinie wurde am 20. März 2018 beschlossen und gilt bis zum 31. Dezember 2020. https://bit.ly/2MhlJ7N

Weitere Mittel:

Sollten Ihre Projekte und Vorhaben in dieser Auflistung noch nicht berücksichtigt worden sein, lohnt sich auch ein Besuch der Website der weltweit größten nationalen Förderbank KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Diese hält im Rahmen des sogenannten KfW Umweltprogramms zinsgünstige Darlehen für die Förderung der Elektromobilität bereit. https://bit.ly/2KWVde9

Habe wir etwas übersehen? Machen Sie uns darauf aufmerksam! Wir freuen uns über Ihr Feedback und möchten in Ihrem Interesse die Liste so komplett und aktuell wie möglich halten.

Sollten Bund und Länder weitere Maßnahmen zur Unterstützung und Umsetzung der Verkehrswende ergreifen, wird diese Liste von uns aktualisiert werden.