Die Entwicklung von Ladestationen

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Elektroautos haben eine weitaus umfassendere Geschichte, als viele Menschen glauben. Heute sehen wir Elektroautos als eine sehr moderne Innovation, aber das erste Elektrofahrzeug wurde tatsächlich vor zwei Jahrhunderten in den 1830er Jahren erfunden. Seitdem haben sich Elektroautos und Ladestationen erheblich weiterentwickelt. Die steigende Zahl der verfügbaren Modelle und die steigende Anzahl von Elektroautofahrern auf der Straße zwingen zum Umdenken. Der Schwerpunkt liegt nun auf der Frage, wie diese besser zugänglich gemacht werden können und somit den Bedürfnissen der Verbraucher entsprechen.

Elektroauto-Ladestationen – wo befinden wir uns heute?

Bis dato gibt es in Deutschland über 8.000 öffentliche Ladestationen für Elektrofahrzeuge sowie etwa 174.000 Anschlüsse. Nach Schätzungen wird es bis Ende 2020 rund 1.000.000[1] Elektroautos auf deutschen Straßen geben und die Verkaufszahlen steigen stetig. Laut EVObsession.com (2016) sind mittlerweile rund 500.000 Elektrofahrzeuge in Europa unterwegs, Tendenz steigend. Mit der wachsenden Nachfrage nach Ladestationen hat die Notwendigkeit, die Infrastruktur in Deutschland weiterzuentwickeln und zu verbessern, eine solide Grundlage. Also, wie sind wir an diesen Punkt gekommen?

Die erste Schritte

Das erste Elektroauto hatte keine besonders innovative Ladetechnologie, um es zu versorgen. Tatsächlich waren es oft leidenschaftliche Projekte, die von Autoliebhabern wie dem Pionier Henry Ford übernommen wurden. Ford kaufte zunächst ein Elektroauto für seine Frau und benutzte es dann für seine eigenen Experimente. Ab den 1830er Jahren gab es Elektroautos auf den Straßen (wenn auch nur mit 22 Kilometern pro Stunde), aber der Komfort und die niedrigeren Kosten des Verbrennungsmotors verschafften Benzinautos schon bald einen Vorteil.

Unterstützung aus der Raumfahrt

Zwischen den 1830er und 1950er Jahren gab es in der Elektroauto-Ladetechnologie keine großen Veränderungen. In den 1950er Jahren jedoch begannen dann die Fortschritte in der Technologie, die sich aus der Raumfahrt entwickelten und Optionen in Bezug auf Batterien und Ladeoptionen verbesserten. Allerdings war die Reichweite zu diesem Zeitpunkt noch sehr begrenzt und das Aufladen von Elektroautos zu Hause war die einzige Möglichkeit. Damals gab es keine öffentlichen Ladestationen und keine landesweite Ladestationen-Infrastruktur.

Bahnbrechender Hybrid

TDer nächste Meilenstein in der Entwicklung der Ladestationen war die Einführung des Toyota Prius im Jahr 1997. Bis dahin war die Arbeit an Elektroauto-Batterien und Elektro-Ladestationen eher zweitrangig und die Idee eines Elektroautos, unterstützt durch eine gut vernetzte Ladepunkt-Infrastruktur, war nur eine Phantasie. Allerdings war der Toyota Prius unglaublich beliebt und die Menschen begannen sich an die Idee eines Nicht-Benzin-Fahrzeugs zu gewöhnen. Dem Prius folgte 2006 ein luxuriöses Elektrofahrzeug von Tesla , das mit einer einzigen Ladung bis zu 320 Kilometer zurücklegen konnte. Dies war ein revolutionärer Moment für die Entwicklung, denn dadurch wurden das Elektrofahrzeug und die Ladesäulen zu einer Notwendigkeit und waren kein „nice to have“ mehr.

Nachfragesteigerung und Kostensenkung

Bereits seit 2006 steigt das Interesse an Hybrid- und Elektrofahrzeugen. Infolgedessen wurde viel mehr in die Entwicklung der großen Automobilmarken investiert, um die Nachfrage der Kunden nach eigenen Hybrid- und Elektrofahrzeugen zu befriedigen. Durch Innovationen konnten die Kosten für diese Technologie gesenkt werden, was immer als Haupthindernis bei der Massennutzung von Elektrofahrzeugen genannt wurde. Tatsächlich werden Elektroautos bis 2025 (engl. Seite) die Preisgleichheit mit Benzinautos erreichen. Da Elektrofahrzeuge zukunftsfähig geworden sind und ein riesigen Markpotential haben, ist der Bedarf an einer umfangreichen Ladeinfrastruktur erheblich gestiegen. NewMotion deckt mittlerweile 70.000 Ladestationen in ganz Europa ab und in Japan gibt es mittlerweile mehr Elektro-Ladestationen als Tankstellen. Die Entwicklung der bestehenden Elektrofahrzeug-Infrastruktur steht auf der Liste aller großen Nationen, einschließlich der Entwicklungsländer. In China beispielsweise sollen bis 2030 4,3 Millionen private und 500.000 öffentliche Ladegeräte installiert werden.

Effizienter, innovativer und benutzerfreundlicher

Heute sind Elektroauto-Ladegeräte weitaus unkomplizierter und effizienter, von der einfach zu installierenden und zu verwendenden Home-Elektroauto-Ladestation bis hin zu den Möglichkeiten am Arbeitsplatz . Die Ladegeschwindigkeit war ein wesentlicher Schwerpunkt bei der Weiterentwicklung der Ladestation. So gibt es jetzt mehrere verschiedene Lademöglichkeiten, die bisher nicht verfügbar waren: eine langsamere (bis zu 3 kW) Aufladung über Nacht von 6-8 Stunden, eine schnelle (7-22 kW) Aufladung in 3-4 Stunden und Rapid AC und DC (43-50 kW) Optionen, die eine Aufladung von 80% in etwa einer halben Stunde anstreben.

Die Entwicklung der Ladestationen hat uns von der reinen Heimladestation zu einer breiten und ständig wachsenden Infrastruktur geführt, deren Entwicklung auf der globalen Agenda weit oben steht, denn die Nachfrage und die Denkweise in Bezug auf das Laden verändert sich weiter. Angesichts der Auswirkungen von Innovation und Technologie können Lademöglichkeiten in den kommenden Jahren immer effektiver, schneller und einfacher genutzt werden.